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Thema: Hasenwald Rodung für eine Kiesgrube

pro: Stadtvertretung

contra: Grüne

Was lief gut?

Das Streitgespräch wurde in einer ersten Mediationsrunde ausführlich eröffnet, der Mediator hat seine neutrale Rolle betont und es wurden Gesprächsregeln festgelegt. Daraufhin konnten beide Parteien ihre Grundsätzlichen Standpunkte Mitteilen. Im ersten Gesprächsdurchlauf blieben die Streitparteien relativ sachlich und haben die abgemachten Gesprächsregeln eingehalten. In der zweiten Gesprächsrunde wurde die Stadtvertretung etwas emotionaler und hat auf unsachlicher Ebene die Gegenposition angegriffen. Der Mediator hat darauf umgehend reagiert und die Lage wieder beruhigt.

Des weiteren wurden Sitzpositionen von den Streitparteien und dem Mediator gut gewählt. Wir sassen im Dreieck und hinter dem Mediator waren die Gesprächsregeln festgehalten, damit sie für beide Parteien gut lesbar waren und der Mediator gegeben falls noch etwas ergänzen konnte.

Was war verbesserungsfähig?

Nach der Ersten Gesprächsrunde wurden sofort Lösungsansätze gesucht, bevor die Themen und der Hintergrund genauer definiert wurden. Der Mediator hätte in diesem Fall das Gespräch so führen können, dass zuerst alle Themen definiert werden. Die Identifizierten Themen sollten dann von Beginn weg Grafisch dargestellt werden. Wie zum Beispiel mit einer Liste. Aus dieser Liste heraus kann dann Schritt für Schritt jedem Ursprung des Konflikts auf den Grund gegangen werden, bevor konkrete Lösungsvorschläge zu Wort kommen.

Gab es ‘Aha’- Erlebnisse?

Eine Erkenntnis, die ich gemacht habe, ist, dass es als Mediator schwierig ist, sich nicht unbewusst für eine Seite stärker einzusetzen. Als Mediator hatte ich innerlich das Gefühl, dass die Stadtverwaltung eher recht hat. Daraufhin habe ich mehr kritische Fragen an den Vertreter der Grünen gestellt. Ich war so der Rolle des neutralen Mediators nicht mehr ganz gerecht.

Ich denke bei vielen Konflikten, wird der Mediator die eine oder andere Seite sympathischer finden. Die Kunst des Mediators ist es in solchen Fällen gegen aussen trotzdem stets neutral zu bleiben. Offensichtliche Lösungen sollen nicht vom Mediator aus kommen, sondern von den Streitparteien selbst.

Kommentare

  1. Lieber Pascal
    Danke für das Teilen deiner Erlebnisse. Ich finde du hast insbesondere die Rolle des Mediators sehr gut verwirklicht! Der Einstieg in die Mediation inklusive dem Aufstellen der Regeln war super und du hast es gut geschafft die Diskussionen zu beruhen. Wie du selbst sagst, konntest du bei einem Punkt nicht mehr neutral sein und hast meiner Rolle recht gegeben. Das hat mich in der Situation gefreut, aber das ist natürlich nicht Sinn der Übung xD Vielleicht hättest du die Diskussion an dieser Stelle besser fortgeführt und bei einem offensichtlich "wunden" Punkt nicht noch weiter nachgefragt. Ansonsten: "well done" und ich freue mich auf die Fortsetzung des Rollenspiels! Beste Grüsse

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  2. Hallo Pascal
    Ich finde du hast deine erste Mediation sehr gut geleitet. Der Einstieg war sehr gut, auch dass du die Tafel einbezogen hast, Regeln mit uns definiert hast und anschliessend gut paraphrasiert und zusammengefasst hast.
    Wie du bereits selber reflektiert hast, sind wir zu schnell in die Lösungsphase gesprungen, in der wir dann festgefahren waren. Ich denke aber, dass gerade dadurch uns noch besser bewusst geworden ist, wie wichtig es ist, das Problem genauer zu analysieren und die Interessen daraus abzuleiten und damit das gegenseitige Interessen zu fördern, bevor man sich in die Lösungsphase bewegt.
    Liebe Grüsse
    Pascal

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  3. Lieber Pascal
    Danke für deine spannenden Überlegungen! Ich war nicht bei eurer Gruppe dabei, aber deine Kollegen scheinen mit deinem ersten Mediations-Gespräch zufrieden gewesen zu sein. Deine Erkenntniss, dass es schwierig ist neutral zu bleiben finde ich sehr wichtig. Wenn du mit diesem Bewusstsein in ein Gespräch gehst, ist es einfacher wirklich beide Parteien gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen und gleichwertig zu behandeln.
    Viel Spass bei den nächsten Rollenspielen.
    Lieber Gruss
    Rahel

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